Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen

Seit dem 1. August 2017 fördert der Bund die Erstellung von Sanierungsfahrplänen für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen.

Im Rahmen der Förderung einer Energieberatung für Nichtwohngebäude sind förderfähig:

  1. die Energieberatung zur Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts von Nichtwohngebäuden entweder in Form
    • a. eines Sanierungsfahrplans, der kurzfristig umsetzbare Energiesparmaßnahmen z. B. durch Modernisierung der Anlagentechnik und Optimierung des Gebäudebetriebs und aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen enthält oder
    • b. einer umfassenden Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus 70 bzw. 100 oder einem KfW-Effizienzhaus Denkmal.
  2. die Energieberatung für den Neubau von Nichtwohngebäuden nach einem förderfähigen KfW-Effizienzhaus-Standard (EH 55 oder EH 70).

Rechtsgrundlage ist die Richtlinie Energieberatung für Nichtwohngebäude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen vom 24. Februar 2017 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Das Verfahren ist relativ einfach und wird vom Energieberater abgewickelt. Die Förderung ist mit 80% recht gut. Der Deckel ist bei 15.000 Euro für sehr komplexe Gebäude. Bei einfacheren Gebäuden mit weniger Nutzungszonen ist die Förderung begrenzt.

Förderbeträge


Für alle ab dem 01.08.2017 eingehenden Förderanträge gelten gestaffelte Förderhöchstbeträge. Der für ein bestimmtes Nichtwohngebäude geltende Förderhöchstbetrag setzt sich aus einem Sockelbetrag in Höhe von 2.500 Euro sowie einem Bonusbetrag je Nutzungszone des Nichtwohngebäudes in Höhe von 1.000 Euro zusammen. Maximal können 15.000 Euro gewährt werden. In den folgenden Tabellen sind die Förderhöchstbeträge in Abhängigkeit der Nutzungszonen angegeben.

Tabelle Foerderhoehe bei Energieberatung für Nichtwohngebaeude von Kommunen und gemeinnützigen Organisationen

Der Förderbetrag wird durch eine Vergleichsrechnung bestimmt. Bewilligt wird der jeweils kleinere Betrag aus
– Beratungskosten laut Angebot * 80% oder
– Höchstförderung gemäß obiger Tabelle.

Gemeinnützige Vereine gehen sonst oft leer aus


Diese Beratungsförderung ist insbesondere für Vereine interessant, die eigene Häuser oder Sportanlagen betreiben. Ob Turnhalle mit angeschlossener Gastwirtschaft, Umkleiden und Duschen oder Kleingartenverein mit Versammlungsraum, Büro und Gerätelager. Diese Gebäude haben oftmals hohe Energieverbräuche, weil sie vor Jahrzehnten einfach gebaut wurden und mangels Finanzmitteln keine größere Modernisierung erfahren haben.

In der Beratung werden auch Fördermittel für die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Energieeinsparung aufgezeigt. Denn wirksam wird die Energieberatung natürlich erst, wenn „den Worten auch Taten folgen“.